Schweizerische Gesellschaft für Kardiologie
Société Suisse de Cardiologie
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Tour de Cœur 26. August 2011
Triumpf-Fahrt auf der Champs-Elysée - Epilog

Ein heftiges frühmorgendliches Frontgewitter weckt alle Teilnehmer aus ihren süssen Träumen und hält diese auch während des Frühstückes in Atem. Der Wetter-Radar um halb acht verheisst neue Fronten, wir fürchten das Sturzrisiko auf glitschigem Kopfsteinpflaster und Waldstrassen voller Blätter. Die letzte Etappe mit Ankunft auf der Champs Elysée ist ernsthaft in Gefahr.

Nach einer Verschiebung des Startes um eine Stunde und entschärfter Lage im Wetterradar entscheiden wir uns gemeinsam, den letzten Teil unserer Tour de Coeur nicht im Bus, sonderen auf dem Rad zu absolvieren. Eine mutige, aber goldrichtige Entscheidung! Wir werden belohnt durch eine unfallfreie Fahrt von Fontainebleau in die Hauptstadt Frankreichs. Die Schleusen am Himmel bleiben praktisch dicht. Kein Blitz, kein Donner, nur noch einige Plattfüsse während der Fahrt durch die „Suburbs“ der Gross-Stadt. Unsere Guides Hanspeter, Martin und Peter führen uns ruhig wie immer perfekt ins Zentrum. Die Herzen der Teilnehmer schlagen nicht mehr höher von der Anstrengung, sondern beim ersten Anblick des Eiffelturmes aus der Ferne! Dann geht’s Schlag auf Schlag, vorbei an den wunderschönen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Kurz nach dem Ueberqueren der Seine biegen wir als rot-weiss bekleidete Tour-de-Coeur-Gruppe auf die Champs Elysée ein. Was für ein einmaliges Erlebnis! Nach einer Ehrenrunde um den Arc de Triomphe lassen wir uns als strahlende Siegertruppe ablichten. Im nahe gelegenen Hotel Royal Magda geniessen die Sieger – und das sind alle Teilnehmer dieser unvergesslichen Tour – ein Glas Champagner.

Zwischen Bern und Paris haben wir um 700 km auf dem Rad zurückgelegt und zirka 6000 Höhenmeter erklommen. Zusammen sind das über 20 000 km gewesen. Mit dieser Benefizaktion sind 220‘000 Schweizer Franken für den Forschungsfonds der Schweizerischen Herzstiftung zusammengekommen, also pro gefahrenen Kilometer jedes Teilnehmers über 10 Franken. Dieses Geld wird am Abend im Restaurant „Les enfants terribles“ vom SGK-Präsidenten an den Stiftungsrat Andy Hofmann übergeben. Es soll letztlich unseren Patienten zugute kommen, wenn durch die Förderung der Herzkreislauf-Forschung Erkenntnisse gewonnen werden, welche es erlauben, dass Herzkreislaufkranke noch besser abklärt oder behandelt werden können.

Die Strapazen sind vergessen. Im Vordergrund stehen Freude und eine grosse Dankbarkeit, gesund und unfallfrei in Paris zu sein. Neben der Benefizaktion sind während diesen Tagen viele Freundschaften gepflegt worden über Alters-, Regions-, Spital- und Berufsgrenzen der Schweizer Herzkreislauf-Familie hinaus. Im Enthusiasmus der abendlichen Feier im „Les enfants terribles“ (nomen est omen) werden schon Pläne fürs nächste Jahr geschmiedet.